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... die schönsten Seiten von Rhein und Berg.

Der Sommer unseres meteorologischen Missvergnügens ist zu Ende, der Herbst ist da. „Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse, auf dass er sich ein Opfer fasse, …“ unkt der Dichter Christian Morgenstern melancholisch zur Begrüßung der ­dritten Jahreszeit. Na ja. Ein bisschen Wehmut angesichts gen Süden ziehender Vogelschwärme und welkender Rosen darf schon sein. Aber die Farbenpracht der Wälder, der Apfel vom heimischen Baum und die Hoffnung auf den neuen Wein gehören ja auch zum Herbst. Und Weihnachten ist schon um die Ecke.

„Ein Eisengewinde, ein stahlharter Drachen …“ so beschrieb die junge Schriftstellerin Else Lasker-Schüler die Schwebebahn, jenes ebenso kuriose wie technische ÖPNV-Unikat ihrer Heimatstadt Wuppertal, aus der die Jüdin 1933 verjagt wurde und nach Palästina flüchtete, wo sie auf dem Ölberg in Jerusalem ­begraben liegt. Die Schwebebahn wird 110 Jahre alt und ihr gilt unsere Titel­geschichte. Sehr viel länger liegt die Schlacht von Worringen zurück, sozusagen der Urknall der Kölner Selbstständigkeit, und auf die einstige Walstatt führt unser Wandertipp. Wie lebt sich’s in einem 500 Jahre alten Haus mit seinen ­Geheimnissen? Wir besuchen ein „feuriges“ Museum, Overaths Wohnzimmer mit Bahnblick, ein Gestüt mit Minipferden, eine Familie mit Benzin im Blut und den „Eierkaal“. Thunfisch-Sashimi und lackierte Entenbrust werden im Gastrotipp angerichtet, porträtiert werden die Rösrather Künstlerin Mary Bauermeister und der Bonner Kabarettist Rainer Pause, der kürzlich sagte: „Nach diesem Sommer, der ein Herbst war, wünsche ich Ihnen einen Herbst, der ein Sommer wird.“

Diesem Wunsch, liebe Leser, schließe ich mich gerne an.

Horst Breiler
Chefredakteur der auslese rhein&berg


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